Qualitätskriterien auf Produkt- und Unternehmensebene für eine biobasierte Sektorkopplung zwischen Lebensmittel-, Agrar- und Textilwirtschaft

Projektbeteiligte

WZL-IQS der RWTH Aachen University

Hochschule Niederrhein

Hochschule Rhein-Waal

ITA der RWTH Aachen University

Projektlaufzeit

01.06.2026 – 31.05.2028

Projektbeschreibung

Die aktuellen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen erfordern eine Transformation von linearen Wirtschaftsstrukturen hin zu nachhaltigen, zirkulären Systemen. Die biobasierte Circular Economy bietet ein Konzept zur effizienten Nutzung nachwachsender Rohstoffe und zum Schließen von Stoffkreisläufen. Im Projekt INGRAIN liegt der Fokus auf der Sektorenkopplung zwischen Agrarwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und Textilindustrie, insbesondere im Kreis Heinsberg. Der neue ISO-Standard 59004:2024 betont die zentrale Rolle der Qualität eingesetzter Stoffströme, da nur Materialien mit verlässlichen Eigenschaften erfolgreich in den Kreislauf integriert werden können. Um die Potenziale der

Sektorkopplung auszuschöpfen, ist es entscheidend, spezifische Qualitätskriterien für Rest- und Nebenströme zu berücksichtigen, was bedeutende Auswirkungen auf Unternehmensstrukturen und Lieferketten hat.

 

Das Projekt QualiSek entwickelt ein Rahmenmodell für Qualitätskriterien in der Sektorenkopplung zwischen Agrar-, Lebensmittel- und Textilwirtschaft. Dieses Modell bezieht sowohl produktspezifische Eigenschaften als auch unternehmensbezogene Aspekte wie Prozesse und wirtschaftliche Umsetzbarkeit ein. Es basiert auf vier Fallbeispielen: Edelpilzproduktion, Larvenzucht, Weizenverarbeitung und Faserproduktion. Durch

die Identifikation relevanter Qualitätsmerkmale entstehen standardisierte  Bewertungssysteme, die eine messbare Beurteilung zirkulärer Innovationen ermöglichen. Unternehmen in der INGRAIN-Region erhalten praxisorientierte Vorgaben zur Nutzung biogener Rest- und Nebenströme in der Produktentwicklung, was den Einstieg in neue zirkuläre Geschäftsfelder erleichtert und aktiv den regionalen Strukturwandel fördert

durch innovationsgetriebene Wertschöpfung sowie Unternehmensgründungen.

Projektleitung